Fleischhaltiger Baby Brei 2012 im Test

Irgendwann ist es soweit, dass Beikost gefüttert werden kann bzw dass ein ganzes Gläschen Baby Brei als vollwertiges Menü gegessen wird. 2012 testete Öko-Test insgesamt 14 industriell hergestellte fleischhaltige Baby Brei Mahlzeiten. Im Fokus standen dabei Gerichte von Spaghetti Bolognese bis zu Schinkennudeln. Getestet wurden die Produkte auf Schadstoffe und hinsichtlich der Werbeaussagen. Nur ein Brei schnitt bei dem Test mit "gut" ab.

Baby Brei Testprodukte

Die 14 getesteten fleischhaltigen Menüs waren von Nestlé die Alete Genießer Pasta mit Schinken-Rahmgemüse und die Vollkorn-Spaghetti Bolognese, von Alnatura die Dinkelspaghetti Bolognese, von Rossmann Babydream Bio Spagetti Bolognese, von Dm Babylove Schinkenmudeln mit Gemüse, von Sunval Babysun Bio-Juniormenü Spaghetti Bolognese, von Bebivita die Schinkennudeln mit Gemüse-Allerlei und die Spaghetti Bolognese, von Hipp die Spaghetti Bolognese und die Bio-Schinkennudeln mit Gemüse, von Demeter Holle Spaghetti Bolognese sowie von Milasan Schinkennudeln und Spaghetti Bolognese.

Baby Brei Testergebnisse

Baby Brei SchinkennudelnNur ein Baby Brei schnitt bei dem Test mit "gut" ab. Die letzten Plätze belegten die Bebivita-Breie. Kritikpunkt war unter anderem, dass die Babynahrung für ein fleischhaltiges Produkt zu wenig von dieser Zutat enthielten. Außerdem waren sie schlecht oder irreführend deklariert. Um insgesamt gut mit Fleisch versorgt zu sein, sollte ein Brei mindestens 12 % enthalten. Der Anteil bei den getesteten Produkten lag zwischen 5 bis 10,5 %, was einem Anteil von 11 bis 23 g entspricht. Empfohlen sind 30 g, um eine ausreichende Eisen und Zink Versorgung zu gewährleisten. Die Baby Brei Produkte von Bebivita wurden mit Eisensalzen angereichert, die jedoch nicht das natürliche Eisen ersetzen können, da sie schlechter vom Körper aufgenommen werden.

Alnatura-Brei enthielt Cadmium. Zwar konnte dieses Schwermetall auch in anderen Breien nachgewiesen werden, in den Alnatura Dinkelspaghetti Bolognese steckte jedoch eine Menge, die nicht mehr als akzeptabel zu bewerten war. Orientiert hat sich Öko-Test an der Wochenaufnahme. Einen Grenzwert für Cadmium gibt es derzeit noch nicht. Cadmium ist im Boden zu finden und wird von Pflanzen aufgenommen. Es kann sich in Weizen, der für die Herstellung der Nudeln verwendet wird, anreichern.

Salz gehört ebenfalls nicht in den Baby Brei. Dennoch waren die Hälfte der Produkte gesalzen. Insgesamt ergaben die Laboranalysen, dass die Auslobung "salzarm" in Ordnung ist. Den höchsten Anteil hatten die Alete Vollkorn-Spaghetti Bolognese von Nestlé. Die Deklaration "salzreduziert" wurde daher als irreführend empfunden, da diese den Verbraucher glauben machen könnte ein besonders salzarmes Produkt Babynahrung zu kaufen.

Zur Herstellung von Babynahrung wird aufgrund der hohen Menge an Omega-3-Fettsäuren Rapsöl von Experten empfohlen. 9 Produkte waren mit diesem Öl zubereitet. Als strittig galt jedoch die Deklaration "Omega 3 - wichtig für Gehirn und Nervenzellen". Die Auslobung, dass die Omega-3-Fettsäure Docosahexaensäure (DHA) für derartige Effekte verantwortlich ist. Allerdings war DHA in den Testprodukten nicht nachweisbar. Hipp erklärte daraufhin, dass die in Rapsöl vorkommende Fettsäure Alpha-Linolensäure im Körper in DHA umgewandelt werde. Nach aktueller Studienlage erfolgt diese Umwandlung jedoch nur in einem sehr geringen Maß. Es stimmt zwar, dass DHA in Gehirn- und Nervenzellen eingebaut wird, aber ob sich das Kind sich dadurch besser entwickelt, ist nicht belegt. Diese Aussage wird daher als weiterer Mangel gewertet. Konservierungs- und Farbstoffe gehören schon laut Gesetz nicht in einen Babybrei. Warum diese Tatsache dennoch beworben wird war Öko-Test ebenfalls ein Rätsel. Laut Nestlé ist diese Werbeaussage Verbrauchern sprich Müttern jedoch sehr wichtig. Lediglich Demeter Holle verzichtete bei seinem Baby Brei auf diese Aussage.

Testbericht Öko-Test 2012 (kostenpflichtig)

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