Ernährung für Säuglinge

Die Ernährung für Säuglinge ist besonders in der Anfangszeit, wenn nicht gestillt werden kann ein Thema. Wer nicht stillen kann, dem bietet die Industrie eine Auswahl an Milch-, Folgemilch- und Spezialnahrung an, die auf die Bedürfnisse von Säuglingen in jedem Alter angepasst ist. Für Säuglinge und Babys mit Allergien oder Unverträglichkeiten gibt es Spezialnahrung.

Bedarf eines Säuglings

Im Gegensatz zu einem Erwachsenen benötigen Säuglinge täglich zwei- bis dreimal so viel Energie. Der Bedarf liegt aufgrund des Wachstums bei 90 kcal (377 kJ) pro Kilogramm Körpergewicht. Um diesen Energiebedarf zu decken, muss die Babynahrung einen Fettanteil von 35 bis 50 % haben. Der Kohlenhydratanteil liegt bei etwa 45 %. Ebenfalls höher als bei einem Erwachsenen (0,8 g) ist der tägliche Eiweißbedarf, der bei 2,0 bis 2,7 g pro Kilogramm Körpergewicht im Alter von 2 Monaten liegt. Nach dem 2 Monat liegt er dann bei 1,1 bis 1,5 g. Da die Nieren noch nicht voll ausgereift sind, ein Baby jedoch durch Atmung und über die Haut viel Wasser verliert, ist auch der Flüssigkeitsbedarf höher als bei einem Erwachsenen. Gerade bei Säuglingen wird das Trinken oft vergessen. Es empfiehlt sich daher von Anfang an eine Flasche mit stillem Wasser griffbereit zu haben und dies dem Baby anzubieten, wenn die Windel trocken ist, das Kind keinen Hunger hat oder sonstige Probleme wie Stress, Erkrankung oder Zahnen das Weinen erklären, hat es vielleicht einfach nur Durst.

Verdauung

Darmflora und Darmschleimhaut sind bei einem Neugeborenen noch nicht ausgereift, daher funktioniert die Verdauung in den ersten Lebensmonaten nur eingeschränkt. Einige Nahrungsverarbeitungs-Enzyme werden vom Körper noch nicht hergestellt, sodass Babys in den ersten Monaten nur Muttermilch oder speziell für sie hergestellte Produkte vertragen.

Säuglingsfertignahrung

Ernährung für Säuglinge Fertignahrung

Simplicius

Moderne Säuglingsfertignahrung entspricht weitestgehend der Muttermilch und wird nach der Diätverordnung hergestellt. Der Anteil an Vitaminen und Mineralstoffen entspricht definierten Mindestmengen, während Fett und Kohlenhydrate bestimmte Höchstmengen nicht überschreiten dürfen. Dies führt dazu, dass auch Hersteller von Bio-Lebensmitteln ihre Produkte mit Vitamin B1 anreichern müssen. In Fertigbreie aus Gemüse oder Obst erreichen die Vitaminvorgaben meist ohne eine zusätzliche Anreicherung. Laut den gesetzlichen Verordnungen darf sie weder Bakterien noch Schadstoffe enthalten. Es gibt Säuglingsanfangsnahrung, Folgenahrung und Spezialnahrung.

Herstellung von Säuglingsnahrung

Grundsätzlich muss die Säuglingsnahrung mit abgekochtem Trinkwasser hergestellt werden. Der Nitratgehalt darf 10 mg/l nicht überschreiten. Sie sollten kein Wasser aus Bleirohren oder Wasserfiltern für die Herstellung verwenden. Lassen sie das Standwasser aus den Kupferrohren erst ablaufen und verwenden sie das Frischwasser, das deutlich kühler ist. Sollten sie einmal keinen Zugriff auf frisches Trinkwasser haben, verwenden sie Mineral-, Tafel- oder Quellwasser, das den Zusatz geeignet für die Herstellung von Säuglingsnahrung trägt. Dieses Wasser auch „Babywasser“ genannt, muss Grenzwerte einhalten, die deutlich niedriger liegen als dies für Erwachsene der Fall ist, da Schadstoffe einen wesentlich größeren Einfluss auf Säuglinge haben können. Folgende Höchstwerte sollten sie beachten: Nitrat 10 mg/l, Natrium 20 mg/l, Nitrit 0,02 mg/l, Fluorid 0,7 mg/l, Sulfat 240 mg/l, Mangan 0,05 mg/l, Uran 0,002 mg/l und Arsen 0,005 mg/l.

Testberichte für Säuglingsnahrung, Beikost und "Babywasser" können dabei helfen, die richtige Produkte für die Ernährung für Säuglinge auszuwählen.

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